Wie wird die neue Brust aussehen? Worauf man achten sollte, wenn man einen Chirurgen konsultiert

26.09.2013 17:43

Man sollte sich bewusst sein, das diese Operation keine Kleinigkeit ist. Es ist durchaus ein großer Eingriff, bei dem leider gerade bei schlecht aufgeklärten Patienten, auch häufiger schlechte Ergebnisse zu sehen sind. Ich weiß nicht woran das genau liegt, aber ich habe einige schlechte Ergebnisse gesehen und behaupte, wenn man selbst gut genug informiert ist, dann lässt sich einiges davon vielleicht schon im voraus vermeiden. ( Und wenn es sich nicht vermeiden lässt, dann weiß man wenigstens nachher wie man an sein Recht kommt ! )


 

Natürlich hat die neue Brustform die erzielt werden soll, etwas mit den Gegebenheiten zu tun die bereits vorhanden sind. Eine Frau mit einem eher breiten Oberkörper würde völlig seltsam aussehen, wenn man versuchen würde ihre Brüste in Form kleiner Bälle in die Mitte zu quetschen. Das funktioniert natürlich nicht. Die breite des Brustkorbs und auch die Breite der Brust an sich, spielt eine Rolle dabei wie weit der Chirurg sie verkleinern kann so das es nachher noch normal und schön aussieht.


 

Es gibt einige Maße in der Chirurgie, die dem Chirurgen als Hilfe dienen. In der Regel wird er eventuell beim ersten Gespräch, oder aber spätestens bei dem Vorgespräch anzeichnen und erklären, wie er die Brust verkleinern würde. Ich habe jedoch mehrere Reduktionen gesehen, wo die Brustwarzen deutlich zu weit nach außen verlagert wurden. Bei anderen wiederum liegen sie zu weit innen und erinnern ein wenig an Scheinwerfer beim Käfer. Beides sieht nicht natürlich aus.


 

Jetzt gibt es tatsächlich Ärzte die solchen Frauen im Nachhinein sagen, "das die Verkleinerung erfolgreich war". Die Verkleinerung an sich schon, doch bleibt dabei die Ästhetik auf der Strecke! Man kann gar nicht unnachgiebig genug sein, wenn man sicher stellen will, dass das Ergebnis nicht nur ok ist, sondern richtig gut !


 

Es gibt viele Chirurgen dort draußen, suchen Sie sich einen guten, der ihre Fragen gerne beantwortet!


 

Die Fehler bei der Platzierung der Brustwarze ( Areola ) kann man theoretisch verhindern, wenn man a ) die Frau vorher in stehender Position richtig vermessen hat und b ) sie nicht flach liegend operiert. Warum ist einleuchtend. Liegt man, so kippen die Brüste zur Seite weg,

würde man also im Liegen die Maße für die OP nehmen wären die Werte verfälscht. Würde man in liegender Position, am besten noch mit abgespreizten Armen operiert, dann entsteht ebenso eine falsche Ausgangslage. ( Es gibt jedoch extrem viele Chirurgen die immer noch so operieren ! ) Fragen Sie Ihren Chirugen unbedingt vorher und lassen Sie sich erklären wieso er bestimmte Dinge tut oder nicht tut!


 

Die Maße die als "Ideal"-Maß gelten und somit die Grundlage jeder Verkleinerung sind, werden hier nur teilweise erklärt. ( Sie werden in der Regel vom plastischen Chirurgen angezeichnet bevor es in den Op geht ) Ob und welche Änderungen diesbezüglich vom Chirurgen vorgenommen werden, hängt unter anderem von den körperlichen Voraussetzungen, unter Umständen auch vom Alter, der geplanten Größe und natürlich auch dem Wunsch der Patientin ab. Fragen diesbezüglich sollten Sie ihrem Chirurgen stellen wenn er Sie anzeichnet. Zum einen wird wie auf dem folgenden Bild dargestellt, ermittelt wohin die neue Brustwarze versetzt wird. Als Ideal gilt ein Abstand vom Schlüsselbein zur Brustwarze von ca 21 cm. Wichtig ist aber natürlich auch, das die Horizontale Linie


 

Es gibt verschiedene Methoden die Brust zu verkleinern. Meistens werden im Netz lediglich die Schnittführungen erklärt, da viele Frauen hauptsächlich interessiert wo die Narben sein werden, nicht jedoch dafür, wie es im Innern der Brust nun aussieht.

Am gängigsten sind wohl die Lejour-Methode, auch Lollipop-Scar, genannt, sowie die Anker-, oder auch als umgedrehtes T- bezeichnete Schnittführung.


 

Bei sehr hängenden und sehr großen Brüsten eignet sich die Lejour-Methode nur bedingt, da sie bei sehr viel Hautüberschuss wohl das Entnahme-Areal zu stark eingrenzt. Bei der Methode ist eine sehr gute Projektion möglich, im Klartext heißt das, das man damit eine "stehende" Brustform besser erreicht, als mit der Anker-/T-Methode. Ein Nachteil kann zudem sein, dass die Narbe, die während der Operation wie eine Gardine gerafft wird, späterer Korrekturen bedarf und es wesentlich länger dauert, bis die Brust in der Form ist, in der man sie haben will.

 

Bei der Anker- bzw. invertiertem T-Methode, hat man in der Brustfalte eine Narbe, die man jedoch von vorne nicht sieht. Man sieht sie lediglich von der Seite, wenn sie etwas weiter nach außen geht. Der Vorteil ist, dass man diese Methode auch bei sehr großen und stark hängenden Brüsten einsetzen kann, da auf diesem Weg die überschüssige Haut entfernt werden kann. In der Regel ist keine weitere Narbenkorrektur notwendig. Es sei denn, es bilden sich sogenannte Dog Ears. Ein amerikanisches "Kose"-Wort für eine kleine Hautausstülpung, die sich am äußeren Ende der Brustfalten-Naht bilden kann. Diese können jedoch später ambulant noch einmal entfernt werden. 

Der Vorteil der Anker-Methode ist, dass man doch sofort ein sichtbar schönes Ergebnis hat.

 

Wer Interesse daran hat, in Bildern zu sehen wie der Schnitt bei der Lejour Methode gemacht wird, dem würde ich das Lesen folgenden Artikels empfehlen. Dort sieht man nicht nur Beispielzeichnungen, wenn man die weiterfolgenden Seiten anschaut, gibt es auch Bilder vom Op-Tisch. Vielleicht nichts für schwache Nerven!

 

Dort ist auch erklärt wie die Anzeichung des "Schlüssellochs" bei den verschiedenen Brustformen üblich ist.

 

https://emedicine.medscape.com/article/1275321-treatment

 


 

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